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Rigoberta Menchú – Widerstand und Hoffnung

 

Rigoberta Menchú schreibt

Ich habe die Grenze überschritten, voll Traurigkeit.
Diese Morgendämmerung,
Regnerisch und dunkel,
Bereitet mir einen unsäglichen Schmerz,
Einen Schmerz,
Der weit über mein Dasein hinausgeht

Rigoberta Menchu hat den organisierten Widerstand gegen die Militärdiktaturen in ihrem Land mitgetragen. Wie auch viele andere Frauen, stand sie dabei oft in den härtesten Auseinandersetzungen und wurde so zu einer Bewahrerin ihrer Kultur und ihres Volkes.

Bevor Rigoberta Menchu in einem Interview über die Gegenwart in ihrem Land spricht, erzählt sie über die unmenschlichen Bedingungen, unter denen sie und ihr Volk auf den Plantagen der Grossgrundbesitzer arbeiten mussten und immer noch müssen.

Erst als diese einfache Indigena-Frau aus dem Bergland von Guatemala im Jahr 1992 den Friedensnobelpreis erhält, wird die Welt für kurze Zeit auf die Brutalität des Regimes in diesem Land aufmerksam.

Dann wurde Rigobertas Vater ermordet, als er und andere Campesinos am 31.1.1980 die Spanische Botschaft besetzt haben.

Was dann geschah, hätte sich niemand vorstellen können. Wir wussten, dass die Lage gespannt war, aber wir dachten, dass sie die Botschaftsbesitzer aus dem Land weisen würden und dass sie als politische Flüchtlinge dann draussen von ihrem Kampf berichten konnten. In der Botschaft waren wichtige Leute, sogar welche von der Regierung. Sie alle starben, wurden mit den Campesinos zusammen verbrannt. Man fand nur noch ihre Asche. Es war ein furchtbarer Schlag.

Der Augenblick kam, an dem ich fortgehen konnte, glücklich, aber gleichzeitig geschah etwas mit mir ... Ich fühlte mich so zerstört und vernichtet, wie nie zuvor. Nie hatte ich mir vorstellen können, dass ich mein Land einmal wegen dieser Verbrechen verlassen müsste

Ich bin viel gereist in dieser Welt und habe viel gelernt. Guatemala aber ist meine Heimat. Es ist eine andere Welt. Man spürt den Zauber hier, die Wolken sprechen zu uns und wir fühlen den Geruch der Berge. Auch heute noch sprechen wir mit den Wesen, die diese Welt erfüllen. -

 

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Stand: 30.04.06