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maya-resonance

ist  eine Initiative
zur Auseinandersetzung
mit einer sich rapide verändernden Welt

 

Ich bin dem Weg der Maya gefolgt - einem Traum, dem ich anfangs keine besondere Aufmerksamkeit geschenkt habe, in der gewohnten Meinung, dass aussergewöhnliche Dinge nur von aussergewöhnlichen Menschen gemacht werden.

Als ich dann sieben Monate in den Ländern der Maya verbracht habe, war mir klar geworden, dass mein Beitrag zu den grossen Veränderungen unserer selbst und des Planeten nicht nur das Überbringen einer Botschaft der Maya ist, welche von vielen als Prophezeiung bezeichnet wird.

Es geht vor allem um die Weitergabe des grossen Wissens um das Webmuster der Wirklichkeit, das von den Maya in besonderer Weise entwickelt wurde und welches wir heute als ihren "Heiligen Kalender" kennen. Sie haben uns damit gezeigt, wie alle Dinge miteinander verwoben ist und wie wir alle mit diesem Instrument wieder das Weben unserer eigenen Wirklichkeiten lernen können.
 

Mein Eindruck vom Leben in diesen Ländern war vielfältig, oft auch zwiespältig. Besonders in Guatemala habe ich krasse Gegensätze erfahren:

Die Jahrhunderte der Eroberungen und Zerstörung haben im Land und bei den Menschen tiefe Spuren hinterlassen. Der Kampf gegen die sogenannte primitive Kultur der Ureinwohner hat noch immer kein Ende gefunden, die Zerstörungen durch ausländische Wirtschaftsinteressen und die Macht der wenigen reichen Grossgrundbesitzer scheint immer noch ungebrochen.

Es waren zum einen die schönen und ausdrucksstarken Pyramiden- und Tempelstädte aus der Blütezeit der Maya, die in mir einen tiefen Eindruck hinterlassen haben und zum anderen das Wissen, dass auch die heute lebenden Maya keinen Zugang haben zu ihren eigenen Kult- und Kulturstätten und dass sie verfolgt werden, wenn sie ihre Rituale ausüben.

Und dennoch habe ich ein Volk gefunden, das den Stolz auf seine Wurzeln tief in seinem Inneren trägt, wenngleich die Menschen nach aussen mit grosser Scheu und Zurückhaltung reagieren – nach all den Erfahrungen der letzten Jahrhunderte. Das Land ist von grausamen Kriegen und von der „Politik der verbrannten Erde" zerrüttet, die Landschaft aber vermittelt in ihrer Vielfalt eine Ahnung vom Reichtum eines Stücks Erde, der nicht in Geld gemessen werden kann.
 


Guatemala: Militärpräsenz im ganzen Land

Mahnkreuze zur Erinnerung an die Massaker während der Militärdiktaturen in den 80er-Jahren

Beim Zusammentreffen mit den grossen Schamanen des Landes und des gesamten Kontinents sowie im Gespräch mit der Friedensnobelpreisträgerin Guatemalas konnte ich die Freude spüren über die zunehmende Öffnung und Bereitschaft zur Zusammenarbeit zwischen Menschen aus dem Westen und den alten Völkern.

Und diese Freude kommt weniger von einer blossen Hoffnung oder Ahnung als vielmehr von ihrem Wissen der Jahrhunderte und Jahrtausende, welches besagt, dass jetzt die Zeit gekommen ist, in welcher alle Unterschiede zwischen Menschen, Rassen, Nationen und Religionen verschwinden werden, weil die Menschen in gemeinsamer Anstrengung den Entwicklungen auf diesem Planeten eine neue Richtung verleihen werden.
 

Don Bruno, ein Brujo (Schamane, Priester) aus Todos Santos - dem Hochland von Guatemala

Rigoberta Menchú Tum
Friedensnobelpreisträgerin von Guatemala

Ein Bruja-Ritual (Priesterin) in El Baúl (Guatemala)

 

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Stand: 30.04.06