Malta – ein Jahr danach

Malta

Es war ein Höhepunkt, in Malta anzulegen und sehr unerwartet. Und es war gleichzeitig auch der letzte Landgang auf dieser Schiffreise. Für einige Zeit fühlte ich mich zurückversetzt in das vorige Jahr, wo ich genau zur selben Zeit dort war, allerdings auf der Nachbarinsel Gozo. Und was ich hier zu tun hatte, das war ein Anschliessen an das, was ich damals gemacht habe, und was ich dann plötzlich unterbrechen musste. Deshalb war es gleichzeitig auch ein Abschliessen dessen, was offen geblieben war… und noch viel mehr.

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Ein riesiger Regenbogen stand bei unserer Einfahrt früh am Morgen des 3.Dezember über der Stadt, und ich sah ihn als Zeichen des Willkommen-Seins. Im Vergleich zu den vorherigen Häfen erschien jener von Marsaxlokk wie Malta eben ist: ein wenig herunter gekommen, südländisch verlangsamt… Der Sicherheitsbeamte, der mich zum Tor hinaus brachte, erklärte mir, dass ich grosses Glücke hätte, denn eigentlich war dieses schöne Wetter nicht vorher gesagt. Das sollte sich bald aber wieder ändern…

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Ich hatte vier Stunden Zeit in diesem Ort Birzebbugia, der Marsaxlokk vorgelagert ist – vor allem einmal, um einen Internet-Anschluss zu finden und die vorbereiteten Arbeiten in den Äther hinaus zu schicken. Unser Kapitän hatte mir aber bereits einen Geheimtipp gegeben, und so brauchte ich nicht lange zu suchen.

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Während ich im Cafe sass und dort sowohl Wärme als auch einen guten Kaffee genoss, begann es draussen zu schütten – sintflutartig. Ich war froh, im Trockenen zu sein… hoffend, dass mein Computer-Akku so lange durchhält, bis alles gemacht war. Freilich hatte ich einen Adapterstecker mit dabei, aber was half es, wenn man in Malta den britischen Stecker auf Maltesisch verändert hat. Eben ein klein bisschen anders.

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Dann hätte ich beinahe darauf vergessen, dass man in Malta mittags die Geschäfte zusperrt. Doch es ist alles gut gegangen, und ich habe gefunden, was ich braucht – besonders ein wenig Weihnachtsschokolade für die Schiffsmannschaft. Und ich bin nicht nur einmal nass geworden auf meiner kleinen Einkaufstour.

Beim Auslaufen des Schiff war das Wetter wieder so, als sei nichts gewesen: trocken und hell. Der Abend brach langsam herein.

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