WASSER-Kraft 1

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Sozusagen „inkognito“ habe ich mich vergangene Woche aufgemacht – mit dem Auftrag zu einer hoch-sensiblen Arbeit. Es ging dabei um das Wasser und seine Kraft auf unserem Wasserplaneten Erde. Und es musste eine „geheime Mission“ bleiben, da die manipulierenden Kräfte gerade jetzt (nach Abschluss jener berüchtigten Gipfel von letzter Woche) Hochsaison haben.

Wir spüren es alle, dass da etwas „im Busch“ ist und viele Menschen sind deshalb jetzt nur mehr verwirrt, viele werden krank und manche rasten einfach vollkommen aus… während im Hintergrund an den Rädern gedreht und gedreht wird.

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Ziel meiner Reise waren die Krimmler Wasserfälle, die höchsten in Europa und die fünft-höchsten der Erde. Als ich nach unendlich langer Anreise auf mehr als tausend Metern Höhe im Ort Krimml angekommen war, begann die Welt auf eigenartige Weise plötzlich still zu stehen. Mein Spürsinn war weg und meine „Antennen“ blockiert. Aber es war zunächst unmöglich herauszufinden, ob das aufgrund der hohen Wasser-Kraft war oder ob es dafür einen anderen Grund gab.

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Ab dann begann aufgrund der vernebelten Sicht eine unbeschreibliche Kleinstarbeit und jegliche Verbindung zu anderen Ebenen und Dimensionen war wie gekappt. Müde von einer arbeitsreichen Nacht der Vorbereitung und der langen Zugfahrt begab ich mich dann am mittleren Nachmittag auf den Weg – hinüber zum Wasserfall.

Schon bei der Suche nach einem Naturweg und ein wenig Ruhe wurde ich auf gewisse Dinge aufmerksam… und je näher ich dem Ganzen kam, desto intensiver wurde das Gefühl, betäubt zu sein oder eigentlich betäubt zu werden. Und überall wurde man abgelenkt von dem, was hier zentral war: nämlich vom Wasser.

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Die Hauptstrasse, auf der die meisten Touristen zum Wasserfall kommen, führt direkt in das Wasserwelt-Zentrum und vorbei an den Alpenkitsch- und Souvenirläden sowie dem hässlich-kalten (und z.T. eu-gesponserten) Informationsplatz mit eigenartig anmutenden Symbolen.

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Dann gibt es noch ein paar andere Wege, ebenfalls breit und wenig natürlich. Als ich die erste mögliche Abzweigung nahm, kam ich hinunter zum Fluss, fast direkt hin zu einer irritierenden Wasser-Wehr-Anlage. Weiter hinten, Richtung Ort, war teilweise noch ein riesiges ovales Beton-Wasserbecken zu sehen. Eine Ahnung war da, jedoch keine Möglichkeit, sie sich bewusst zu machen.

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Hatte man dann das Kassen-Häuschen passiert, war man den touristischen Zwangsmassnahmen entkommen – so dachte ich jedenfalls. Doch dann erst begann die grosse Lenkung der Menschen hin zu bestimmten Stellen und die verbissenen Gesichter und verirrten Blicke gaben Auskunft darüber, wie sich die Menschen wirklich fühlten, während sie überzeugt waren, hier ein einzigartiges Naturschauspiel zu erleben. Und das war es auch.

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Dennoch verspürte ich einen enorme Schwere und eine grosse Traurigkeit. Die Wettervorhersage deutete auf Regen hin an diesem Nachmittag. Doch Sonne blickte immer wieder ein wenig durch… und veranlasste mich, weiter und immer weiter zu gehen. Der Weg zeigte sich anfangs als breiter Pfad und Ausdruck dafür, dass der Mensch die Macht hat, der Natur überall seinen trotzigen Stempel aufzudrücken. Das Rauschen und Donnern des Wassers aber umfing diese Ablenkung auf eine gewisse Weise. Vom unteren über den mittleren zum oberen Wasserfall ist es ein weiter weg, und die meisten Menschen kommen nur zum Fuss des Wasserfalls, dessen zerstäubtes Wasser besonders den Asthmakranken und Allergikern empfohlen wird – mit der Bestrebung, den Ort bald zu einem Kurort zu machen.

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Am steilen oberen Wasserfall-Weg war ich dann alleine unterwegs, denn es war bereits Abend geworden. Dort aber war das Donnern und Rauschen so intensiv, dass die Erde bebte… und mich mitnahm in die Welt dahinter. Die Macht des Wassers war hier am intensivsten.

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Oben dann der Blick in das „Tal“ zurückl, aus dem das Wasser kam – die Krimmler Ache. Lebendig und klar war es und dann bereit, sich über die Felsen in die Tiefe zu stürzen.

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Als ich nach einer Weile der Sammlung (ein Tiefergehen war auch hier nicht möglich) den Abstieg begann, streifte mein Blick ein im Baum hängendes sogenanntes „Marterl“[1] aus Holz, mit einem grossen Kreuz und dem Corpus darauf – ein „Mahnmal“ vielleicht, welches den sowieso schon betäubten Geist dann endgültig resignieren lässt und ihm suggeriert, dass das Leben hier Leiden bedeutet, weil die Menschen ihren Gott gekreuzigt haben.

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„Gequält“ hörte ich dann noch und ich blickte hinüber zum Wasserfall, dessen Wasser auf eine bestimmte Weise ebenfalls gequält und manipuliert erschien. In welche Weise aber, davon hatte ich in diesem Moment noch keine Ahnung. Auf dem Weg nach unten bekam ich ein paar Hinweise und Anhaltspunkte im Bezug auf das, was hier los ist. Etwas war hier verdreht und abgelenkt worden.

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Blick auf dieses Auffangbecken von oben und von unten (an zwei verschiedenen Tagen)

Unten auf der grossen Betonbrücke warf ich noch einmal einen Blick hinüber zu jenem Staudamm, auf den das Wasser dieses Wasserfalls zuzufliessen schien, sowie das Wasserbecken dahinter. Doch umfing mich gleichzeitig wieder diese eigenartige Betäubung und so beliess ich es bei dem Gefühl, dass hinter mir ein mächtiger Wasserfall zu Tale donnerte, während es hier draussen eigenartig „tot“ war und – warum auch immer – es selbst im Ort keine Kraft und lebendige Energie gab.

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Der Ausblick von meiner Unterkunft auf den oberen Wasserfall war ein weiterer Hinweis auf das, was nun auf mich zukam… (am nächsten Abend war es weg)

Die Sonne ging gerade zwischen dichten Wolken am Bergrand unter, als ich in meiner Unterkunft ankam… und sie deutete mir an, das ein neues Strahlen kommen wird und eine neue Kraft.

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[1] Marterl = Ein sogenannter Bildstock, in Hessen als Heiligenstock, in Österreich und Bayern auch als Marterl oder Marter,[Anm. 1] Materle, Materla, Wegstock oder Kreuz bezeichnet, in der Schweiz als Helgenstöckli, ist ein religiöses Kleindenkmal. (wikipedia)

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