La Paz – Frieden

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Frieden ist in keiner Weise die Abwesenheit von Krieg. Das war es auch nie. Vielmehr war es das vertrauensselige Verhalten der Massen von Menschen ihren Führern gegenüber, dass Friedensverträge und ähnliches sie vor weiteren Kriegen bewahren würden, während diese schon bei der Unterzeichnung solcher Verträge wussten, dass der Vertrag einfach nur die Grundlage für neue Kriege sein würde bzw. der Vertrag selber eine Lüge ist – so geschehen vor und zwischen den Weltkriegen und bei allen anderen Kriegen auch. Frieden war somit eine Lüge. Immer schon. Und die Menschen vertrauten. Ähnlich verhält es sich mit den meisten Friedensnobelpreisträgern: sie sind eine Ablenkung und ein Betrug. Aber die Menschen wollen vertrauen – und sei es auch nur, damit sie Ruhe haben vor einer Auseinandersetzung mit der „Wirklichkeit“ und Wahrheit hinter den Dingen.

 P1120157Beänstigend kann es sein, wenn man das öffentliche Stromnetz in La Paz (der Stadt des Friedens) betrachtet…

Aber im Hintergrund und auf ganz anderen Ebenen tobt der Krieg gegen die Menschen und ihren Planeten ständig weiter, während sie glauben, dass alles in Ordnung sei: Betrügerisches Geld, Beschuss mit Chemikalien und Strahlen, Vergiftung von Lebensmitteln und Gebrauchsgütern, Überwachung auf allen Ebenen… „Wir überwachen euch und es ist alles zu eurem Wohl und für eure Sicherheit (in Wirklichkeit aber, weil wir euch sosehr fürchten, aber das sagen wir euch natürlich nicht)”. Fürchten tut man die Menschen deshalb, weil man weiss, dass wir die Fähigkeit haben, unser Seelenpotential zu entfalten und damit die Rückkehr des Drachen und das Entzünden der Feuerschlange in uns einzuleiten.

  P1120851 P1120852P1120848SPIRIT DER ANDEN – im “Valle de la Luna” (Mondtal)

Frieden ist deshalb die Annahme der eigenen Urkraft, die wir als Feuer- und Drachenkraft bezeichnen können und das Lernen, wie wir mit dieser Kraft gezielt umgehen können und so, dass sie zum höchsten Gut aller eingesetzt wird, ohne zerstörerisch zu sein.

P1120274P1120263P3231269Am Morgen des 23.März, dem “Dia del Mare” in Bolivien strahlt der heilige Berg “Illimani”, während in der Nacht die Mondsichel anzeigte, dass es nun auf die für uns sehr wichtige Mondfinsternis zugeht… (am 4.4.)

Der Canyon von La Paz ist ein ungeheurer Kraftplatz – der, an dem man durch das Anlegen einer verrückten Stadt den Drachenschwanz festgenagelt hat, damit er sich nicht mehr bewegen kann. Das aber bedeutete, dass der Menschheit damit grundlegend die Kraft der Führung und der Navigation abhanden gekommen ist. Man wusste genau, was man tat. Doch für immer festhalten lässt sich ein solcher Drachenschwanz nicht – jetzt ist die Zeit zur Befreiung gekommen.

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Nachdem wir am 21.März mit dem Schiff von der „Isla del Sol“ wieder in Copacabana angekommen waren, machten wir einen kleinen Zwischenstopp und holten unser Gepäck ab. Dann ging es weiter, auf die vierstündige Fahrt mit dem Bus nach La Paz.

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Die “Isla de la Luna” von ihrer Rückseite – von der Fähre aus gesehen (an der Durchgangsstelle zwischen nördlichem und südlichem See) / Bild 2: Isla del Sol links im Hintergrund, Isla de la Luna rechts

Das Wasser im See war tief-grün, als wir an der Fähre ankamen… und überall war die Spannung ziemlich hoch. Die „Schlangen-” oder „Mond-Insel“ wurde immer wieder sichtbar – jetzt von ihrem hinteren Ende.

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An der Fähre von S.Pedro: Unser Bus wird extra transportiert (Bild 2)

Lange schon, bevor wir in La Paz ankamen, tauchten über der Bergkette im Hintergrund schwarze Wolken auf, die sich gewitterartig entluden. Kurz vor der Fahrt von El Alto hinunter in die Stadt jedoch wurde es finster. Hagel, Blitz und Donner und dann sintflut-artige Regenfälle brachten immer wieder den Stadtverkehr zum Erliegen. Es war wie eine Art „Weltuntergangsstimmung“.

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Die Gewitterfront

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Nochmals der “Markt” von El Alto – angeblich der grösste in Südamerika… letztes Bild: Ernte überall auf den Feldern

Durchnässt und unterkühlt kamen wir schliesslich in unserer Wohnung an, die uns für die nächsten Tage von einer Organisation zur Verfügung gestellt wurde, für die meine Cousine für ein paar Jahre in diesen Ländern gearbeitet hat.

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Das sanfte Vorbeischweben der Gondeln und die Präsenz des Kondors draussen hinter dem Canyon und dem Stadtrand prägte dann die nächsten beiden Tage. Wir waren müde… doch besuchten wir am Sonntag einen grossen Markt, um zumindest einen kleinen Eindruck zu bekommen. Ein Teil davon war der sogen. “Hexenmarkt”, an dem es Kräuter, Lama-Embryonen, Räucherzeug… und sonstiges gab, das man hier für Ritual-Zwecke verwendete.

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Die Kathedrale “San Franceso” und der anschliessende Markt…

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Der darauffolgende Tag war dann geprägt von grossen Feierlichkeiten bzw. einer enormen Militärpräsenz im Zusammenhang mit dem „Dia del Mar“ (dem “Tag des Meeres), einem halb-staatlichen Feiertag. Vor etwas mehr als 120 Jahren hat Bolivien seinen Meerzugang an Chile verloren, der etwa 400 Kilometer lang war. Seinen Anspruch darauf aber hat es nie aufgegeben.

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Die Ansprache von Präsident Evo Morales war entsprechend emotional. Von einer Art „Kriegserklärung“ an Chile bis hin zur Forderung nach einer versöhnlichen Haltung und Brüderlichkeit zwischen den Streitparteien war alles enthalten.

P1120117 P3231447Jagdbomber über der Stadt während der Parade…

Und wir standen mitten drinnen und nur ein paar Meter von der prominenten Riege entfernt, als dann die grosse Parade begann…

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Letztes Bild: Präsident Evo Morales – Vizepräsident Alvaro Linera

Rigoberta Menchú, die Friedensnobelpreisträgerin aus Guatemala (mit der ich vor vielen Jahren ein Interview in Guatemala geführt habe), war – wie viele andere prominente Gäste aus dem Ausland – ebenfalls vertreten. Wir haben sie aber im grossen Trubel nicht gesehen, sondern erst am Abend im Fernsehen ihre Rede gehört.

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Ruhe war uns an diesem Tag wenig gegönnt, denn schon ein paar Stunden später rief uns der „grosse Kondor“… und es ging mit den Gondelbahnen und dann weiter mit dem Taxi aus dem Canyon hinaus und hinauf in das “Valle de la Luna” – das Mondtal.

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Bizarr aufragende Gesteinssäulen, die wie Stalagmiten erscheinen… bilden hier eine Welt in sich und ein beeindruckendes Plateau direkt am Eingang zur Welt des Kondors. Vielleicht war das Ganze einst eine Höhle, deren Decke eingebrochen ist, als sich das Andenmassiv aufgeschichtet hat. Wer weiss.

Es seien vor allem Lehm und Sandstein, welche durch starke Winde und Zeit dermassen geformt wurden, heisst es. Das ist eine Erklärung, aber keine allzu beeindruckende.

Man sagt auch, dass Astronaut Neil Armstrong dem Tal den Namen gegeben habe. Doch genau er hätte wissen müssen, dass die Mondoberfläche ganz anderes gestaltet ist, als dieser „Wald von Monolithen“, der eigentlich sehr männlich und kriegerisch erscheint und auch ein wenig geisterhaft.

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Der schamanisch wirkende Mann mit seinem Verkaufsladen und einer Flöte sowie einer Charango (einer Art Ukulele), erzählt uns über den Kondor. Und auf eine bestimmte Weise scheint er zu spüren, dass wir wissen… Es ist keine mehr Zeit, den Kondor direkt zu sehen und es ist auch nicht wichtig.

Aber er spielt für uns den „El Condor pasa“ – ein Lied über den Kondor, der vorbeikommt. Wie wir selber, so ist auch der Kondor ein Wesen, das gleichzeitig auf vielen Ebenen zu Hause ist. Und er begegnet uns auf jenen Ebenen, die für uns gerade wichtig sind.

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Er ist da und er wacht über seinen „Kreis der Ältesten“ genauso wie über uns „Dreien“. Die Zeit ist gekommen, dass wir unsere Kräfte wieder sammeln… um dann hinaus zu gehen und die Botschaft zu bringen, dass der alte Kreislauf beendet, der Drache erwacht und das Feuer gezündet ist. Das wird Kreise ziehen – neue und machtvolle. Wir verlassen das Mondtal, als die Sonne in den Horizont hinein gesunken ist. Eine neue Sonne beginnt jetzt zu strahlen.

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Der Botschafter des Condors: https://vimeo.com/123586646

Am nächsten Tag spüren wir, dass es ist Zeit ist zu gehen… Die beiden, Mutter und Kind, reisen einen Tag vor mir ab. An diesem Tag ziehen heftige Gewitter über die Stadt. Die Gondelbahn draussen steht immer wieder still.

Meine Reise erlebe ich dann in einem grossem Kontrast zum durchaus friedlichen Grundgefühl im Andenland Bolivien, das natürlich – wie alle anderen Länder dieses Doppelkontinentes – in den vergangenen vierhundert Jahren durch die Traumata von Eroberung, Zerstörung und Besatzung gegangen ist.

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Aber sie vernehmen sich beinahe harmlos im Vergleich zu dem, was sich jetzt in den sogenannten zivilisierten Ländern zeigt, die unter der absoluten Kontrolle eines völlig ausser Rand und Band geratenen geisterhaften Regimes stehen und die immer noch glauben, frei oder gar als Demokratie zu leben.

Jene Ungeheuerlichkeiten, die man z.B. auf Flughäfen wie Miami erlebt, waren vor einigen Jahren noch undenkbar. Jetzt stehen da zahllose Maschinen, an welche die Menschenschlangen von Dompteuren getrieben werden, damit sie dort „freiwillig“ ihren Pass scannen, genauso wie jeden ihrer Finger und ihre Augen.

Natürlich aber funktionieren solche Maschinen nicht lückenlos (und es scheint auch durchaus so gewollt zu sein), und so müssen ungefähr 50% der Gescannten sich wieder in langen Schlangenreihen anstellen und das ganze noch einmal unter verschärften Bedingungen( an über 50 Beamten-Stationen) über sich ergehen lassen. Die brüllenden Stimmen der Dompteure zerreissen dabei ständig die geisterhafte Stille.

Man sieht es in den Gesichtern, dass viele von ihnen einfach laut herausschreien möchten: „Warum? Warum nur?“ und die Spannung ist zum Zerreissen. Nur die Amerikaner trotten brav wie die Lämmer durch.

Keiner wird auch etwas sagen, denn grosse Plakate weisen eindringlich darauf hin, dass jeder schwer bestraft wird, der es wagt, sich gegen diese us-Gesetze aufzulehnen oder gar etwas zu den Beamten zu sagen. Man wird durch Nacktscanner geschleusst und nach jeder schweren Kontrolle folgt eine weitere… Man braucht also mehr als nur starke Nerven, wenn man unversehrt durch all dieses Schikanen und Torturen durchgehen will. Und vor allem ist es wichtig, ganz in sich zu ruhen.

Man muss auch das Gepäck wieder in Empfang nehmen, denn dieser Staat – soweit man es noch so nennen kann – weigert sich, es durch sein Gebiet zu transportieren, ohne es von allen Seiten nochmals hundert Mal zu kontrollieren.

Und die Staatengemeinschaft schaut zu und fördert dieses Verhalten, indem sie es zum Beispiel kurzerhand genauso in Europa einführt oder es von Staaten wie Südamerika erpresst. Dort nämlich, in Bolivien, gibt es dann gleich eine Narkotika-Kontrolle mit Drogenhunden und ähnlich schweren Geschützen.

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Gebirgsspitze vom “Valle de la Luna”, aber auch von La Paz aus sichtbar, die “Teufelszahn” genannt wird

Im Flugzeug selber (in diesem Fall von American Airlines) wird dann per Video die gerade verbreitete Hysterie im Bezug auf Masern geschürt und man zieht die Gefährlichkeit dieser Epidemie, wie man sie bereits nennt, ganz einfach mit Ebola gleich. Es ist haarsträubend.

Doch damit ist es noch nicht getan. Während die Airline einen ekel-erregenden Sandwich austeilt, wird gleichzeitig ein Video eingespielt, das ein kulinarisches Event mit den schmackhaftesten Speisen zeigt, die bei einem Wettkochen für ein ausgewähltes Publikum zubereitet werden.

Die Flughäfen aber (vor allem der westlichen Welt) sind lückenlos „versorgt“ von den Monsanto-Firmen, deren Produkte sowohl das Verdauungssystem der Menschen stören und zerstören, als auch alle sonstigen Bedürfnisse mit hochgiftigen Dingen „erfüllen“. Und die Menschen laben sich wie Süchtige daran.

Die „Schöne neue Welt“, wie Aldous Huxley sie vor langer Zeit beschrieben hat, ist hier auf Schritt und Tritt präsent. Aber man fühlt sich darin sicher… während es Aussenministerien (wie das österreichische z.B.) es als ihre „Pflicht“ betrachten, die Menschen vor so gefährlichen Ländern wie Bolivien (oder auch Bosnien, usw) zu warnen.

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Bolivien aber (genauso wie Peru) ist ein machtvoller Platz auf diesem Planeten, und für viele tausende Jahre hat es die Feuer- und Frauenkraft gehütet. Der Drache hat geruht, tief in der Erde, weil er seiner Kraft beraubt worden war.

Doch in der Seele seines Volkes hat er weiter gelebt und gewartet… auf die Zeit, in der der Kondor ihn rufen und die Sehnsucht der Frauen (die auch in Männern gegenwärtig ist) ihn zurückbringen wird.

P1120869Ein Drache vor unserem Haus – am “Dia del Mare”. Stundenlang lief er, begleitet von Musik, durch den abendlichen Park…

Meine Aufgabe während des Fluges war es dann, den Drachenschwanz mit dem Südpol zu verbinden, denn er war nun wieder in seiner Kraft und er wird jetzt die Richtung wieder vorgeben und die Navigation übernehmen können.

Der Drache stand dann auch aufrecht in der Erdachse, deren Schrägstellung damit beendet war. Das aber wird nun auch direkte Auswirkungen auf jeden von uns haben, denn wir können jetzt wieder aufrecht dastehen… wodurch die Sonne des Bewusstseins wieder direkt in unser Leben einstrahlen kann, anstatt wie bisher indirekt, was dazu geführt hat, dass wir davon abhängig waren, dass andere uns von dieser “Sonne” erzählen… die sich dann ganz oft auch selber als die Sonne ausgegeben haben, d.h. als Herrscher, Führer, Priester, Gurus…. Diese Zeit ist nun endgültig vorbei. Wir sind frei, wieder ganz WIR SELBER zu sein.

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Es war unser bescheidener Beitrag, daran mitzuwirken… und wir sind dankbar dafür, wie sehr wir geführt waren auf dieser Reise und wie sehr all das, was zu tun war, wie durch eine unsichtbare Hand gewebt war, sodass wir immer zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort das Richtige getan haben.

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Muchisimas Gracias, Pachamama!

Wir haben den Berg gefunden – jene verborgene Kraft in uns, die nun für die Erde und die Menschen wieder frei und offen ist. Die lange Wanderung ist damit beendet und die Weber der Zeit und des Bisherigen sind entlassen. Das Alte ist vorüber… und wir stehen direkt am Eingang zu etwas ganz Neuem!

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