Titicaca – Frauenkraft

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Wir hatten eine sehr unsanfte Fährenfahrt hinauf zum Nordteil der „Isla del Sol“, wo es angeblich weniger touristisch ist. Doch sowohl das Schiff, als auch der Ort waren voll mit Rucksacktouristen und Hippies.

Wie auch immer, wir fanden sofort unseren Platz, denn schon vor der Einfahrt im Hafen war klar, wo wir nach einer Unterkunft suchen würden. Nach einem kurzen Frühstück steuerten wir darauf zu… und dann waren wir nur mehr sprachlos.

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Zum einen wegen der Schönheit der Umgebung – denn unser Hostel war genau zwischen zwei Buchten gelegen – und zum anderen, weil es der einzige Platz war, von dem aus die „Isla de la Luna“ ganz sichtbar war. Und es zeigte sich, dass es genau die Richtung war, in die die Schlange mit ihrem durchtrennten Hals zeigt. Jeder Blick aber hin zur „blutenden“ Seite der Schlange schickte einen Schauer durch unseren Körper…

P3190780 P3190841In der Ferne die “Isla de la Luna”

P1100899P1100881Nach einer bestimmten Arbeit an der Schlange (Mondinsel) erschien eine riesige Wolkenblüte über der Insel

Dieser Platz war auch direkt an einer Tabu-Zone, die nur den Einheimischen zugänglich war. Dort lagen ihre Felder und andere wichtige Plätze. Wir waren hier also direkt bei den Ureinwohnern, fern vom touristischen Bereich. Im Hintergrund ragten die schneebedeckten Gipfel der 6000 Meter hohen Berge auf.

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Das Dorfleben verläuft im Hintergrund und meist in grosser Stille…

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Überall wird gerade die Ernte eingebracht – es ist Herbst

Am Schiff ging es für lange Zeit um die Heilung des Hals-Chakras des Drachen. Mein Husten, der seit ein paar Tagen wie aus dem Nichts da war, war damit augenblicklich wieder verschwunden. Der Drache wird seine Stimme bald wieder erheben können.

Dann ist plötzlich der Kopf des Drachen aus dem Wasser gestiegen und es ging nun darum, ihn zu reiten. Aber dieser Kopf war noch unbelebt und blutleer. Er war bisher bisher zwischen den beiden sogenannten „heiligen Inseln“ Isla de la Luna und Isla del Sol gelegen.

P1100855 P1100856Schon in Copacabana zeigte sich am Vortag unserer Abfahrt ein strahlendes Regenbogen-Leuchten

Morgen, zum exakten Zeitpunkt der Sonnenfinsternis (bei uns 5h36) wird es darum gehen, den Kopf der Schlange zurück zu bringen, der nun Jahrtausende in den Tiefen des Wassers gelegen ist. Danach werden wir hinüber fahren zur „Isla de la Luna“ und der bernstein-farbene Drachenstein, der uns schon von Anfang an begleitet, wird vor der roten Nackenstelle ins Meer gelegt werden, damit das Feuer zünden kann und der Drache, der Hüter der Erde, wieder in seine Kraft zurückkommen kann.

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 Im Ort wurde heute Vatertag gefeiert und es sind viele Veranstaltungen zu sehen. Niemand hatte deshalb Zeit für die Restaurants…

Am Nachmittag gingen wir einen Wanderweg Richtung Nordspitze der „Isla del Sol“, und er führte uns in eine der schönsten Landschaften, die wir je gesehen haben. Hinter jeder Biegung lag eine neue Welt und oft war es, als würden wir uns in der Karibik befinden.

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Eigentlich wollten wir auch einige Ruinen und heilige Plätze besuchen, z.B. den Palast der Sonne, die Mesa (Opferaltar)… Doch nichts davon haben wir gesehen. Denn es ging um die Heilung der männlichen Kraft (der Sonnen-Kraft und des Goldes), und sie fand auf einem neuen Platz statt und auf neuen Wegen.

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Und wir nannten ab nun die Insel auch nicht mehr „Mondinsel“, sondern Schlangeninsel, denn es ging hier nicht um die Frauenkraft, welche auf die Mondkraft reduziert ist – eine, die also nicht aus sich selber leuchtet, sondern nur durch indirekte Sonneneinstrahlung (männliche Kraft) leuchten kann. Vielmehr geht es um die Urkraft allen Lebens – jene, die das Leben (als männlich und weiblich zusammen) erst hervorbringt. Auf Aymara aber, der hiesigen Ursprache, heisst die Schlange „Asierto“.

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“Asierto”, die Schlange (Mondinsel), in der Ferne

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Als wir uns klar darüber waren, welcher Platz es sein würde, an dem es um die Heilung der männlichen Kraft und der alten, einseitigen Sonnenkulturen ging, tauchte ein grosser Greifvogel auf, von dem wir vermuten, dass es ein Geier war. Die Geierin also, die weise Alte, war gekommen, um uns zu führen.

P1110139P1110091P1110107P3190904Der Platz (Fotos 1 und 2) und der Blick hinunter zur Mesa (Fotos 3 und 4)

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Die Geierin als führende Kraft

In eine kleinen Felsenhöhle legten wir dann hinein, was diese Heilung bewirken wird:

  • Steine von der Isla de la Luna (blutrot), um die männliche Kraft zu heilen.
  • Salz, um die solare Kraft zu heilen
  • Wasser, um alles nach Jahrtausenden wieder ins Fliessen zu bringen

Und wir sangen dazu unser Drachen-Erd-Lied: „Mother, I feel you“.

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P1110112 P1110130Nach der kleinen Zeremonie setzte sich ein roter Schmetterling auf den Platz und die Stimmung am Himmel veränderte sich

P3190885P3190990  Drachenfelsen…

Am Rückweg verfinsterte sich bereits die Sonne… Wir waren nun etwa 12 Stunden entfernt von der Sonnenfinsternis. Starker Wind zog über die Abhänge. Da zeigte sich mitten am Weg eine in Stein eingelassene rote Schlange…

P1110180 P1110195Die sich verdunkelnde Sonne…

P1110172 P1110173 P1110174… und die Schlange im Gestein

In der Nacht sassen wir dann noch für lange Zeit draussen… Am Hügel drüben brannte ein Feuer. Böller krachten. Nach Mitternacht gab es dann heftigte Gewitter, durchgehend bis zum Morgen, und schwere Regenfälle… Unsere Bootfahrt war damit für eine Weile fraglich geworden.

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Hier im Zeitraffer nun der Ablauf des Geschehens ab der Sonnenfinsternis:

Um 4:44 Uhr wache ich auf.

Und ich werde zur Versammlung auf höchster Ebene gerufen. Der mächter Kondor und viele andere sind da. Es ist Zeit, die Schlangenkraft zurück zu bringen

Wir sind hier an diesem uralten Platz, wo einst der Planet von seiner Energiequelle abgeschnitten wurde, sodass er von einer anderen Macht übernommen und unterjocht werden konnte. Doch konnte man diese Quelle weder berühren, noch auf sie zugreifen oder sie gar vernichten… Wenn die Sonne sich nun verfinstert, ist das oberflächliche Bewusstsein der Erde verfinstert. Dann kann man in die Tiefe vordringen und Tiefes bewirken…

DragonMapUngefähre Grafik des “schlafenden Drachen” am Titicaca-See mit dem Kopf über den beiden Inseln, dem Wurzelzentrum in Tiahuanaco und dem Schwanzende in La Paz…

5:10 Uhr

Der Schlangenkopf wird sichtbar und es zeigt sich, dass er im Maul des Drachen liegt. Das aber nur deshalb, um ihm „die Schuld“ dafür zuschieben zu können. Seit der „Machtübernahme“ durch ausserirdische Kräfte vor vielen tausenden Jahren ist das die gängige Methode… nämlich anderen Dinge in die Schuhe zu schieben, die man selber inszeniert hat, um sie dadurch zu entmachten. Das ist bis heute so, und wir erleben es vor allem in diesen Tagen sehr intensiv…

Weiter unten zeigt sich nun der „Kreis der Mu-Ältesten“ mit dem Kondor, der über seiner Mitte schwebt. Sie alle haben die Schlangenkraft gehütet… und es gab dazu – direkt über der Goldkammer eine andere Kammer (schon damals in Canada hat sich diese Doppelkammer gezeigt). Diese wird jetzt geöffnet. Dann wird der Schlangenkopf aus dem Drachenmaul gehoben und mit seiner hier gehüteten Essenz verbunden.

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5:25 Uhr

Wir tauchen nun tief ein in den Augenblick. Eine unglaubliche Kraft wird spürbar, als der Konder nun den Schlangenkopf erfasst und ihn nach oben bringt. Es ist, als ob die „Isla de la Luna“ und der Kopf nun wie Magnete aufeinander reagieren würden – und in wenigen Stunden werden wir sie zusammenbringen. Die Spannung ist enorm.

Wir „Drei“ übernehmen den Kopf der Schlange nun in unseren Kreis… und plötzlich stehen wir in der Mitte des „Kreises der Mu-Hüter“. Über uns schwebt der Kondor.

5:36 Uhr

Der Höhepunkt der Sonnenfinsternis ist erreicht… draussen schüttet es. Und als die Sonne dann wieder „zurückkehrt“, stehen wir aufrecht da und halten den Kopf der Schlange nach oben. Es blitzt und donnert jetzt. Schlangenkraft ist Urkraft, ist Feuerkraft und Schöpferkraft.

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Der alte Betrug an diesem Planeten ist damit beendet. Der Mond (La Luna) ist zwar gewissermassen ein Rhythmusgeber und hat grossen Einfluss auf das Wasser als weibliches Element, aber er repräsentiert nicht mehr die Frauenkraft, die nur indirekt ihr Licht von der Sonne (der männlichen Kraft) bekommt. Das wurde über Jahrtausende vor allem an die Menschenfrauen weiter gegeben, um die patriarchal-männliche Dominanz zu gewährleisten.

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Doch Frauenkraft ist die Urkraft der Schlange. Und sie wurde von jenem Zeitpunkt an gefürchtet, als die männliche Kraft sich über die weibliche erhoben und sie sich unterworfen hat. Frauenkraft ist Kundalini-Feuerkraft. Der Kondor erhebt sich. Adler und Kondor vereinigen sich!

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Die “Insel der Schlange” unten wird nun vorbereitet und gereinigt. Schwere Gewitter ziehen sich bis in die Morgenstunden hinein. Als wir das Haus kurz nach acht Uhr verlassen, schüttet es noch immer.

Nach dem Frühstück sitzen wir für eine Weile (und schon etwas durchnässt) im Tourismusbüro, wo eine Männerrunde über die bevorstehende Wahl diskutiert (am 29.3.). Keiner scheint eine besondere Eile zu haben…

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Doch dann wird unser Boot „Chasqui“, was in der Ursprache der Aymara „Botschafter“ bedeutet, hereingefahren. Ein alter Fährmann wird uns damit hinüber bringen zur „Mondinsel“. Und es ist uns eine Ehre, dass gerade er uns heute sicher und weise begleitet.

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Immer wieder zieht es Regenwolken auf und auch bei unserer Ankunft im einzigen Dorf auf der „Isla de la Luna“ steht da eine riesige Wolkenfront. Doch wir sind in Übereinstimmung mit den Elementen, weshalb es uns gut gelingt, sie zurück zu halten. Wir beschliessen, anstatt hinauf zu gehen auf den Hügel, den Uferweg bis zum roten Nord-Ende der Insel zu gehen und dann auf der anderen Seite zurück, wo unser Boot warten wird. Der Duft der Eucalyptus-Bäume begleitet und erdet uns. Wir sind am Wasser und ganz nahe am Geschehen.

P1110247P1110254Das Dorf… und die finstere Sonne

Die Schlange erbebt, als wir ihre Wunde berühren. Genau in der Mitte davon finden wir einen grossen Stein – einen Drachen-Stein – und wir richten darauf einen Altar her, den wir für die folgende Zeremonie brauchen werden.

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Der Altarstein mit einem türkisen Stein von der „Isla del Sol“ (der die geheilte männliche Kraft repräsentiert), mit einer Muschel aus Tasmanien (die für das Urmütterliche steht), einem heiligen Holz dieser Völker hier (Pino Santo), einem Blut-Drachenstein (der für die Heilung des Blutes und aller zugefügten Wunden steht), drei weissen Kerzen und einer Drachen-Schokolade

Wir stimmten uns ein mit unserem „Drachenlied“, das wir von Anfang an gesungen haben: „Mother I feel you under my feet, Mother I hear your heartbeat. Heya heya heya heya heya heyo…“ (Mutter, ich spüre dich unter meinen Füssen. Mutter, ich höre deinen Herzschlag…), um jetzt den Schlangenkopf zurück zu geben, die alte Wunde zu schliessen und das Feuer neu zu entzünden. Die Zeit des Leidens und des Opferbringens geht damit zu Ende.

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Das kleine Mädchen wirft dann den bernstein-farbenen Drachenstein aus Canada in das Wasser – als Zeichen für den Drachen, dass es Zeit ist zu erwachen. Um die Kraft dieses Augenblickes zu vertiefen, hat es einen Goldreifen mit einem Türkis-Delfin um den Hals gelegt. Tagelang schon war die Aufregung gross, dass sie es sein würde, die den Stein ins Wasser werfen darf.

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Dann umgeben wir den Stein mit den mitgebrachten Blumen. Sofort schlagen die Wellen kräftig herein. Der Drache kommt nun wieder in seine Feuerkraft – im Gleichgewicht mit der Wasserkraft.

Als wir nach einer Kräftigung mit Drachenschokolade dann um das Nord-Ende der Insel herumgehen, kommt die Sonne heraus… obwohl es sonst rundherum regnet.P3201040P1110279

Plötzlich taucht vor uns ein grosser, orange-farbener Greifvogel auf (ein Bussard oder ein Adler). Er fliegt über den Inselrücken hinauf und umkreist uns dann dreimal, um dann so schnell wieder abzutauchen, wie er gekommen ist. Und wir wissen, dass unser Tun hier vollendet ist.

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Der Fährmann wartet schon auf uns… Langsam und behutsam fährt er mit uns am roten Ende der Schlangeninsel noch einmal vorbei. Die Rückfahrt ist wieder rauh und mit hohem Wellengang. Oben in Challapampa aber wird es sonnig. Wir werden direkt zum Haus gebracht und kommen jetzt erst darauf, dass der Fährmann zu unserem Haus gehört. Er ist sozusagen der „Grossvater“.

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Den Nachmittag nutzen wir, um an der Westseite des Ortes entlang zu gehen und die schöne Aussicht zu geniessen. Es ist eine Stunde vor Equinox, hier: Herbst-Tag-und-Nacht-Gleiche.

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Als wir später draussen sitzen und hinunter schauen zur Schlange wissen wir, dass es nun nicht mehr um neue Vorsätze für ein neues Jahr geht. Denn wir haben die alten Webmuster beendet. Jetzt geht es um das Hineingehen in das NEUE und in den nächsten (fast) 26.000 Jahre langen Zyklus.

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Wir singen ein „Feuerlied“, nämlich „Tall trees, warm fire, strong winds, deep waters, I feel it in my body, I feel it in my soul“ – als sich plötzlich die Schlange von unten heraufschlängelt… Und ich erzähle in einer kind-gerechten Sprache, wie die Schlange nun den Drachen aufweckt, ihm die Augen reinigt nach einem langen, langen Schlaf… und ihm sagt, wie wichtig es ist, dass er jetzt da ist. Erstaunt schaut der Drache sie an und kann es kaum glauben. „Wir beide gehören zusammen!“, sagt sie dann zum Drachen. Und er beginnt zu leuchten. Wir tanzen im Kreis um die beiden herum… und wir danken Pachamama für ihre Gastfreundschaft hier während der vergangenen 26.000 Jahre.

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Später in der Nacht geht es dann um die Öffnung der Goldkammer. Im Nord-Osten blitzt es und es weht ein leichter Wind aus dieser Richtung… hinunter zur Schlangeninsel. Ansonsten ist es ruhig.

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Der Goldring mit dem Türkis-Delfin wird morgen der Schlüssel zur Öffnung der „Goldkammer“ sein. Er sei dort zwischen „Isla del Sol“ und „Isla de la Luna“ (oder Asierto, Schlange) in die Tiefe des Wassers zu versenken, heisst es.

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Die Schlange zischt nun heran… und sie stösst nach oben zur Spitze der Sonneninsel durch, wie sie es einst tat. Doch damals hat man ihr den Kopf abgetrennt, aus Angst vor ihrer Kraft. Der Zugang zum „Himmel“ war seither verschlossen, das menschliche Bewusstsein auf die unteren Ebenen beschränkt. Seither auch ist die wahre Kraft des Menschen in den Schlaf gefallen, und was wir als Wirklichkeit wahrnehmen, ist nur ein Bruchteil dessen, was möglich ist und was unser schöpferisches Potential ist. Jetzt aber ist es soweit… Von oben kommt nun eine andere Schlange auf mich zu und sie verbindet sich mit der Schlange, die aus der Erde kommt.

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Deshalb nehme ich jetzt Verbindung auf mit Tiahuanaco, dem Wurzelzentrum des Drachen, auf. Man ist bereit, die Schlange von oben in Empfang zu nehmen und den „Motor“ der Kundalini-Kraft wieder anzuwerfen. Adler und Kondor stehen bereit, um mit den beiden Schlangen (dem Ursymbol der kosmischen Schöpferkraft) das Feuer neu zu entfachen – als Grundlage für die Öffnung der Goldkammer. Das aber geschieht morgen erst, da heute die Energien stillstehen (Sonnenfinsternis und Equinox).

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Wir, die Hüter der Erde, haben die Kammer damals mit einem bestimmten Ritual verschlossen. Und wir werden sie morgen wieder mit einem bestimmten Ritual öffnen.

Morgen wird es dann auch um den Abschied vom Titicaca-See gehen und um den Abschied vom Drachen… der kein Abschied sein wird. Denn der Drache wird aufsteigen…

 P1110687Die “Isla de la Luna”, die Schlange, strahlt am Morgen

Nach einer stürmischen Nacht nehmen wir Abschied von diesem wunderbaren Ort. Die Adlerwelle im Mayakalender geht heute zu Ende. Adler und Kondor sind wieder versöhnt. Gemeinsam mit den Mu-Ältesten, den Drachen-Hütern… werden sie nun die Kammer öffnen.

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Das Boot ist übervoll, und ich sitze oben, um tun zu können, was jetzt zu tun ist:

Wie damals, als man die Kammer versperrt hat, versammelt man sich nun rund um sie und die Sonne sendet ihre Strahlen hinunter – dorthin, wo sie damals alles verdunkelt hat. Man wartet bereits…

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Der Schlüssel, der verborgen war, findet nun seinen Weg hinunter und mit ihm fallen zwei Steine ins Wasser: eine blutroter von der Mondinsel und der „Herzstein“ von Copacabana.

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Der Schlüssel wird gedreht, das Schloss springt auf… und ein Leuchten legt sich um die Kammer und um die versammelten Ältesten. Es ist ein heiliger Moment. Der Zugang zum Erbe ist wieder offen, das den Kindern der Erde und vielen anderen über lange Zeit verwehrt war.

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Die Goldkammer der Erde ist geöffnet. Es wird spannend, was die Menschheit damit machen und wie sie die Drachen-Kraft nutzen wird. Vieles davon liegt in ihren Händen… und viele andere Ebenen und Mächte werden sie unterstützen. Die alte Macht ist gebrochen. Sie zieht sich nun immer mehr in sich selbst zurück und wird nach und nach aufgelöst werden.

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Als wir dann gerade „den Platz des Geschehens“ verlassen und „La Luna“, die Schlange, zum letzten Mal sichtbar wird, fliegt wieder dieser weiss-schwarze Geier mit dem roten Schnabel auf…

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… von „La Luna“ kommend an uns vorbei und dann hinüber zur „Sonneninsel“, um alles abzuschliessen. Der Kondor hat sich mit der Schlange erhoben… und die Erde in ihre uralte Kraft zurückgeführt. Der Drache ist erwacht.

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Wir befinden uns jetzt in der letzten Welle des 260-Tage-Kalenders der Maya. Zur Mondfinsternis am 4.4. beginnt er wieder neu. Und bis dahin wird sich vieles noch verändern und neu gestalten. Der Kalender beginnt immer mit einem Wasser-Drachen-Tag, und er ist ein Portaltag, was bedeutet, dass die Durchgänge nach oben offen sind. Und das fällt auch mit Ostern zusammen.

Über die letzten Tage in La Paz gibt es dann später noch einen Bericht. In ein paar Stunden befinde ich mich bereits auf dem Rückflug nach Canada, der ca. 30 Stunden lang dauern wird…

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