Titicaca – Feuerkraft

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Es ist immer wieder ein unbeschreibliches Gefühl, hier auf 4000 Metern Höhe an einem riesigen See zu sein, der einst zum Zentrum eines Reiches gehörte, von dem die meisten der alten Völker erzählen, dass es gesunken ist aufgrund einer grossen Flut: MU – das Mutterland, das von verschiedenen Rassen bewohnt worden war und die man als Lemurierer bezeichnete – jene, die aus Mu kamen. Die Atlanter waren eine der jüngsten Kulturen in diesem Völkerverband und sie gründeten bald schon eine eigene Kolonie, die immer mehr den Kampf antrat gegen die Völker des Mutterlandes, mit der Absicht, sich die Erde alleine untertan zu machen. Dieses Thema kennen wir auch heute wieder, und die Gefährlichkeit der Situation ist ganz ähnlich wie damals, als das Reich aufgrund der Überheblichkeit und Verachtung gegenüber dem Planeten und den Menschen zerstört wurde. Es sank… Dann kam die Eiszeit.

Diejenigen, die überlebt hatten, wanderten und brachten eine „beeindruckende“ Kultur mit sich, welche die Menschen bald schon dazu veranlasste, zu den Göttern aufzuschauen und sie aufgrund ihrer Taten zu verehren bzw. sie anzubeten. Ihre Sonnenkulte und Bauten erschienen wie aus einer anderen Welt, und sie waren so gut koordiniert, dass sie die Menschheit in den Schlaf wiegten und sie vergessen liessen, dass sie selbst die Schöpfer ihrer Welt sind. Sie wurden träge und verliessen sich immer mehr auf ihre Götter und Führer, die als heilig und unantastbar dargestellt wurden.

Der Plan ging auf, und man hatte schliesslich Massen von Menschen, die glaubten, was man ihnen sagte und die taten, was man von ihnen verlangte. Das ist bis heute so. Die Menschen aber glauben, frei zu sein und ihr Leben wählen zu können, während sie im Käfig ihrer eigenen Überzeugungen gefangen sind.

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Hier aber, an diesem See, ist das Mutterland spürbar, und vor seiner Kraft hatten diese Götter, die in allen Kulturen als weisse riesenhafte Rasse beschrieben werden, die von aussen kamen, grosse Angst. Deshalb versuchten sie sie zu vernichten oder zumindest so zu überdecken, dass die Menschen voller Ehrfurcht ihren Blick auf riesige Bauwerke lenkten und die ihnen unerklärlichen Dinge verehrten und anbeteten. Damit war sichergestellt, dass sie keinen Zugang mehr hatten zu ihrer eigenen Schöpferkraft, mit der sie mindestens genauso erstaunliche Dinge tun könnten…

Über die Jahrtausende unterdrückte man diesen Zugang auch systematisch und erklärte jene für verrückt, die die Wahrheit kannten und sie auch aussprachen. Und mehr noch, man vernichtete sie, wenn es gerade notwendig war. Das ist bis heute so.

P1090543Die Isla del Sol von Copacabana aus

Die Urkraft, die Mutter- und Frauenkraft aber, lässt sich nur für eine Weile unterdrücken. Und sie zieht sich zurück, bis sie wieder nach aussen fliessen kann. Hier im Titicaca-See liegt der „schlafende Drache“ dieser weiblich-mütterlichen Urkraft. Von ihm gibt es auch eine Legende, die wir bis jetzt aber noch nicht wirklich ausfindig machen konnten. Denn diese Geschichten und Fakten müssen unterdrückt werden, damit keiner zu verstehen beginnt, was auf dem Planeten Erde wirklich geschieht. Sie ins Reich der Fabeln und Legenden zu verbannen, ist der einfachste Weg, sie abzuwerten.

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Wer jedoch seiner Intuition folgt und der inneren Führung, wird genau diese Zusammenhänge ausfindig machen können. Denn sie sind sowohl in unserem planetaren und kollektiven Gedächtnis, als auch in unseren Körperzellen gespeichert.

Und wir haben ihn „gesehen“, diesen Drachen – mit den Augen, die wie ein „sechster Sinn“ funktionieren. Er liegt um einen Teil des Sees herum und sein Schwanz reicht hinüber bis in den Canyon von La Paz, wo er über lange Zeit festgehalten war. Im unteren Bereich des Sees (welcher getrennt ist vom oberen und grösseren Teil) liegt der Bauch des Drachen. Sein Kopf aber liegt dort, wo die berühmten und für die Inka heiligen Inseln liegen: die „Isla del Sol“ als männlicher Teil und Kronen-Chakra und die „Isla de la Luna“ als weiblicher Teil und Stirn-Chakra des Drachen.

Dort aber, wo wir uns gerade befinden, liegt das Herz und Herz-Chakra des Drachen. Und da gab es in den letzten Tagen noch einiges zu tun, bevor wir morgen dann zu seinem Wurzel-Chakra fahren, dem Sitz des Kundalini (Schöpfer-) Feuers, um dort das Feuer zu zünden, das über die Jahrtausende zunehmend verloschen ist. Morgen ist der Tag, an dem das letzte von sieben Uranus-Pluto-Quadraten stattfinden wird, welche uns in den letzten 3 Jahren durch eine tiefgehende Phase der Verwandlung geführt und und uns aufgefordert haben, endlich zu erwachen, da der Planet in eine nun völlig neue Ebene hineingehen wird, wie es in den bisherigen Zeitzyklen (von ca. 26000 und 104000 Jahren) noch nicht da gewesen ist. Morgen schliesst sich das Tor der Wandlung und ein Neustart steht bevor, der mit den grandiosen Konstellationen der kommenden Frühlings-Tag-und-Nacht-Gleiche eingeleitet werden wird. Die Spannungen sind momentan sehr hoch, aber auch die Aufregung und die Bereitschaft, da nun hinein zu gehen.

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Copacabana ist auf eine bestimmte Weise der unmöglichste Ort für ein Drachen-Erwachen, doch der Herzens-Generator ist nun bereinigt und über ihn werden die weibliche und die männliche Kraft nun vereint werden – zum Aufstieg in die nächste Ebene.

Mein erster Weg zur Bereinigung des Drachenherzens führte vor ein paar Tagen hinauf zum Kalvarienberg des Ortes. Und ich bin ihn alleine gegangen, weil er mit dem Kind nicht gangbar war. Es war auch besser so, denn die Arbeit hatte eine intensive Schwere. Der Aufstieg war anstrengend, steinig, rutschig und steil und der Weg war versehen mit graphity-verschmierten monumentalen Kreuzweg-Szenen, die den Menschen auf Schritt und Tritt vermitteln, worum es für sie geht: “Das Leben ist Leiden, weil du prinzipiell alles falsch machst. Du bist ein Sünder. Deshalb musst du – für immer – dafür büssen… und sei es auch nur, dass du für uns (deine Führer) einen Sklavenjob versiehst, während wir dich glauben lassen, du seist frei!”.

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Gegenüber dem Calvaria-Hügel liegt ein zweiter Hügel, der kleiner und sanfter ist. Dazwischen steht in der Mulde eine sogenannte Herz-Jesu-Figur, die dem Pilger entgegenblickt, wenn er die breiten Treppen emporschreitet. Dann biegt der Weg links ab und es geht den steilen Anstieg hinauf bis zum Bergrücken mit den schweren Bauten, welche an das angebliche Todesmartyrium eines Gottes erinnern, für das man die Menschheit indirekt noch immer verantwortlich macht, sodass sie nicht mehr erkennen können, dass sie dieselbe Kraft in sich tragen und leben könnten.

P1090207P1090213  Treppe Richtung Kalvarienberg / Herz-Jesu FigurP1090250 P1090254 P1090257Copacabana und die Kathedrale

P1090266P1090296P1090287Blick auf den S.Barbara Hügel vom Calvario Hügel aus

Dorf an der Rückseite der beiden Hügel

Die Isla del Sol in der Ferne

Ein feuerfarbener Falke taucht auf und führt mich zu den Opferstätten auf der linken Seite: Er ist Symbol für eine höhere Sonne, und mit ihm geht es um die wahre Macht der Menschheit, um ihren Geist und ihre Visionen.

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Nur ein einziges Feuer brannte, und ich habe einen Teil des mitgebrachten Salbeis hineingelegt, um das Erdnetz zu bereinigen von diesem alten und demütigenden Webmustern…

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Dann war der Falke da, der mich aufforderte, den Hügel zu umrunden, bis alles bereinigt und in ein neues Licht gesetzt war. Weisse Schmetterlinge umgaben mich, als ich den Abstieg begann. „Die Menschheit vom Kreuz nehmen“ hiess der Auftrag dann.

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Doch zuvor ging es hinüber zu diesem weiblichen Hügel, der “Santa Barbara” genannt wird. Plötzlich war ich umgeben von weissen und gelben Schmetterlingen, sowie von Libellen (im Englischen Dragonfly – Drachenfliege genannt) und Vogelgesang.

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In drei Schritten ging es oben um die Stärkung dieser weiblichen Kraft – auch angesichts der Tatsache, dass der jetzt als heilig bekannten Barbara einst von ihrem eigenen Vater der Kopf abgeschlagen worden war, weil sie sich taufen liess.

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Salbei in einer kreisrunden Bodenöffnung zur Reinigung des Mutterbauches der Erde und damit auch des DrachenP1090457

Eine Erdnuss auf den grossen Altar, um die Opfer zu beenden und die Erde und den Drachen zu nähren

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Ein Apfel auf dem höchten Altar, zwischen den Felsen, um den Geist der Erde und des Drachen zu stärken und zu erheben P1090490

Schliesslich träufelte ich Wasser auf den Boden, um so das Ende der Trockenheit herbei zu führen und das Leben wieder ins Fliessen zu bringen

Der Weg hinunter führte an jener Herz-Jesu-Figur vorbei, die die beiden Hügel verbindet. Jetzt war es ruhig geworden in der Natur und Umgebung und es war im Einverständnis dieses Meisters des Herzens, dass er nun den Weg frei machen würde für die Schöpferkraft in den Menschen selber, indem sie zu verstehen beginnen, dass man ihn verwendet hat für eine Geschichte, die in Unfreiheit und Abhängigkeit für sie enden würde.

P1090524Links der Hügel S.Barbara, in der Mitte die Herz-Jesu Figur auf einer Säule, rechts der Aufstieg zum Calvario

Nachdem ich von hinten den Schleier über die Figur und die Treppe hinunter gezogen hatte, zeigte sich oben am Himmel wieder eine dieser regenbogen-farbenen Wolken.

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Der Schleier selber wurde dem Zentrum dieser Stadt übergeben, welche ein weit über die Grenzen hinaus bekannter Wallfahrtsort ist – nämlich der “Basilica de la Virgen de la Candelaria” (der Jungfrauen-Kathedrale). Und Copacabana ist vielleicht nicht zufällig Namensgeber für den berühmten Strand in Rio de Janeiro. Am Abend zeigte sich dann ein feuriger Sonnenuntergang wie noch nie, seit wir da sind.

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Am nächsten Tag war der Hügel mit der sogen. „Horca del Inka“ Ziel meiner Arbeiten – eine astronomische Einrichtung zum Messen der Equinoxen und Sonnenwenden aus Inka-Zeiten. Sie liegt am Hügel “Kesanani”, der den beiden anderen Hügeln gegenüberliegt. Dazwischen breitet sich die Stadt aus.

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P1090566P1090573Am Aufstieg zum Horas del Inka befindet sich eine Zeremonialstätte…

Der Aufstieg war wiederum steil, aber nicht mehr so rutschig und herausfordernd, wie der Calvario-Hügel. Von der bizarren Berg- und Felsenwelt sollen die folgenden Fotos sprechen…

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P1090731P1090749P1090753P1090733Der berühmte “Horca del Inca” zum Messen der Equinoxen und Solsticen

Der Feuervogel tauchte wieder auf, und er sollte nun unser täglicher Besucher und Begleiter sein. Auch an diesem Abend gab einen feuerroten Sonnenuntergang.

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Das Herz des Drachen war nun geöffnet, und am nächsten Morgen fuhren wir mit einem kleinen Schiff schliesslich hinauf zu den berühmten Inseln, in einer morgendlichen Stimmung, die dunkel und verschleiert. Die versprochene Route wurde geändert, und so haben wir auf der „Isla del Sol“ (der Sonneninsel) nur kurz angelegt. Die meisten Touristen sind da auch ausgestiegen.

P1100125Ein Herz im Gras zeigte sich, nachdem wir die Geschichte von der Schlangen-Vergangenheit der “Isla de la Luna” entdeckt hatten…

P1090888 P1090882 P1090883 P1090893Bild 1 Blick hinunter Richtung Copacabana

Bild 2 + 3: Reste eines Inka Palastes auf der “Isla del Sol”

Bild 4: Escalinata del Inka, ebenfalls auf dieser Insel

Dann ging es weiter zur „Isla de la Luna“, der Mondinsel, über die viele Geschichten erzählt werden. Weitaus weniger Menschen kommen dorthin, weil sie unspektakulär – eben weiblich – ist.

P1090894Die “Isla de la Luna” von der Sonneninsel aus

P1090915 P1090936  Fahrt vorbei an jenem Ende der Insel, an dem laut Legende der Schlangekopf abgetrennt wurde. Im Hintergrund die Gipfel der über 6000 Meter hohen Cordillera RealP1090947 P1090971 P1090986Hinter dem roten Ende der Mondinsel liegt im Hintergrund die Sonneninsel

Hauptanlegestelle an der Mondinsel…

Der Himmel klärte sich und es wurde heiss, als wir hinauf zum „Tempel der Sonnen-Jungfrauen“, ein Bauwerk, welches der späten Hochkulturzeit der Inka entstammt und eigentlich ablenkt von der wahren Kraft dieser Insel. Der Souvenierkauf war scheinbare Bedingung für den Zugang zum Tempel, der wie ein ausgelagerter Teil des Inka-Sonnenkultes erschien. Hier wurden angeblich schöne Jungfrauen den Noblen des Reiches übergeben, nachdem sie in die Künste der Magie und in den Tempelkult eingeweiht worden waren. Man sagt auch, dass der Sonnengott Inti hier den Mond aufgefordert hat, in den Himmel zu steigen.

P1100026P1100022P1100097P1100107Der Jungfrauen-Tempel

P1100131 P1100164 P1100185 P1100187 P1100209 P1100210 Blick auf die Sonneninsel von der Mondinsel aus / Alpakas im Dorf auf der Rückseite der Insel

Doch wir fanden mehr, als das, was offiziell erzählt wird, nämlich oben am Hügelrücken, der sanft und fruchtbar erschien. Touristen kommen hier kaum hin… Der Legende nach gab es da einst die Schlange, der der Kopf abgeschlagen wurde, als sie sich der Sonneninsel näherte… und wir könnten sagen, es geht dabei um die männliche Angst vor der weiblichen Urkraft, wie sie auch in unserer Gesellschaft ausgesprochen dominant ist. Jedenfalls, so die Sage, sieht man heute am Nordteil der Insel den blutenden Hals, während der Kopf der Schlange auf den Meeresgrund gesunken ist. Hier waren wir auf den Punkt gekommen, und die Zeit, Kopf und Körper der Schlange, welche die Kundalini-Kraft der Erde, des Drachen und der Menschen darstellt, wieder zusammen zu bringen, war gekommen.

P1100215 P1100239 P1100246 P1100265Das öffentliche Boot hat an der “Isla de la Luna” nur kurz angelegt – für so etwas gibt es keine Zeit. Also haben wir uns entschieden, länger zu bleiben und ein privates Boot zu nehmen… Rückschau auf das kleine Boot, das uns auf schaukelnden Wellen so weit herüber getragen hat

Mehr davon wird es später zu erzählen geben, denn morgen geht es zur berühmtesten prähistorischen Stätte Boliviens, nämlich nach Tiahuanaco (Tiwanaku gesprochen).

Der Kondor ist dafür aufgetaucht, der die uralten Mysterien von Leben und Tod repräsentiert und als Geier die weiblich-mütterliche Urkaft. Er hat die Hüter von Mu, dem verlorenen Mutterland bereits versammelt und auch darüber werde ich später dann schreiben.

 P1100109Blick von der Isla de la Luna Richtung Cordillera Real…

P1100126… und Richtung Isla del Sol (rechts)

 

PS:

Es werden leider immer wieder WordPress-Updates gemacht, die das Programm verschlechtern. Deshalb ist es mir oft nicht mehr möglich die Fotos gut und schnell einzupassen, wie früher. Sie stehen daher oft in einer langen Reihe untereinander. Auch sonst ist die Formatierung sehr schwierig geworden, und es mag deshalb alles oft nicht mehr ganz so fein aussehen…