Aoraki – Mt Cook

Aoraki

Während der letzten vier Tage war ich schliesslich unterwegs in die südlichen Alpen von Neuseeland: das war jeweils eine Tagesreise hin und retour und die Fahrten hinein in den Aoraki/MtCook Nationalpark vom Ort Twizel aus, nämlich rund 65 Kilometer in eine Richtung.

Nur kurz ein paar Bilder vom Mount Cook, von den Maori Aoraki genannt. Es war abenteuerlich, überwältigend… und in vieler Hinsicht war es eine erstaunliche Reise!

Auch diesen Artikel werde ich später ergänzen. Am Montag ganz früh (3 Uhr) geht es dann los, zurück nach Europa mit vier Flügen und ungefähr 45 Stunden Dauer.

Während der Sonnenfinsternis werde ich dann in München landen…

Damit sage ich Good Bye from New Zealand!

P1390121 P1390341 P1390353 P1390360

Erster Tag: Ein Regenbogen-Welcome über dem MtCook-Dorf, dann verschlechterte sich das Wetter bis zu einem brausenden Orkan…

P1390488 P1390489P1390512 P1390551

Zweiter Tag: nur auf der Zufahrt war für kurze Zeit der Gipfel des Mt.Cook frei zu sehen…

P1390762 P1390800 P1390940 P1390957 P1400011 P1400040

 Fahrt auf dem Tasman-Gletscher-See

Die Fahrt von Christchurch nach Twizel[1], wo meine Unterkunft war, dauerte mehr als fünf Stunden. Zunächst ging es durch die Canterbury Tiefebene, die grösste von Neuseeland, die vor allem Farmland ist. Wir haben jedoch kaum etwas gesehen, da es in Strömen geschüttet hat.

Danach kam die sogenannte Mackenzie-Region. Die Busfahrer erzählen dabei alle möglichen Geschichten und manche übertrumpfen sich selber, indem sie Dauerreden hielten. Das kann recht anstrengend sein. Man erfährt dabei so „spannende“ Geschichten, wie die folgende… und fährt man zweimal dieselbe Strecke, dann hört man sie eben doppelt. Sie muss deshalb für die Kiwis (wie sich die Neuseeländer immer nennen) von grosser Bedeutung sein:

 P1380529 P1380530 P1380538 P1380548 P1380554 P1380555

Übergang von der Canterbury-Tiefebene in den Mackenzie-Distrikt mit den Neuseeländischen Alpen…

 „Es gab da einst diesen Mann, James Mackenzie genannt. Er kam aus Irland, eroberte dann die südlichen Alpen Neuseelands, indem er sie als erster der neuen Kolonialmacht überschritt (vorher haben das nur die Maori gemacht)… und nahm dabei ein paar Schafe mit, insgesamt etwas tausend. Er wurde dafür eingesperrt, ist mehrmals aus dem Gefängnis ausgebrochen und ist schliesslich untergetaucht bzw. hat man ihn des Landes verwiesen und nie wieder von ihm gehört. Man vermutet, dass er in Australien gelandet ist“. Heute ist alles Mögliche nach ihm benannt (ein Fluss, eine Tiefebene…).

Das ist Kiwi-Humor pur. Vielleicht kann man es auch so sehen, dass das die Strategie der noch bestehenden Weltmacht Grossbritannien (deren verlängerter Arm die USA sind) war und ist, nämlich den Menschen Dinge solange als wichtig und gut einzureden, bis sie es glauben – selbst wenn genau diese Dinge weit entfernt davon sind. Und die Amerikaner sind dafür ein blendendes Beispiel – noch. Blendend deshalb, weil sie es über hundert Jahre nun geschafft haben, die Welt zu ver-blenden und den grossen Retter zu spielen gegenüber dem, was man eigentlich selber verbrochen hat. Doch ihre Zeit ist nun beinahe vorbei. Wir sehen gerade noch die letzten Ausläufer. Eine aufregende Zeit!

P1380592 P1380608

Gegen Ende der Fahrt ging es dann vorbei an zwei berühmten Seen: zuerst dem Lake Tékapo mit seiner berühmten Good Shepard Chapel (der Kapelle zum Guten Hirten) – allerdings in Wolken und “farblos”

P1380691 P1380647P1380662 P1380774

… und dann am Lake Púkaki, der nördlich des Ortes Twizel liegt und direkt in die Mount Cook-Gebiet führt. Beide sind Gletscherseen mit ihrer berühmten türkis-milchigen Farbe vom Gesteinsabrieb durch den Gletscher, genannt Rock flour (Gesteinsmehl)

Bild 2: einer der künstlichen Flüsse als Teil der Wasserkraftwerke

Bild 3: hier liegt auch das Gebiet für die Filmarbeiten zu “Hobbit 3”, die ungefähr 30 Tage beansprucht hatten…

Bild 4: der kleine Flughafen von Twizel mit Gletscher- und Rundflügen in das Mount Cook-Gebiet

 Auch meine Arbeit am Berg Aoraki stand damit in Verbindung, und was nach aussen eine beeindruckender Berg ist, zeigte sich nach innen als Energiepunkt höchsten Ranges, der jedoch in „genialer“ Weise eine ordentliche Blockade hatte. Treffsicher, denn genau dieser Platz ist in der momentan Phase der Erd-Veränderungen sehr zentral… Es war also wieder ein genialer Schachzug genau jener Mächte, von denen oben die Rede war.

P1380785 P1380791

P1380827 P1380834 P1380831 P1380867 P1380900 P1380895

Erster Abend im Ort Twizel und ein ausgiebiger Spaziergang nach der langen Busfahrt entlang des Twizel River. Es war Herbst in Neuseeland und die Birken strahlten in goldenem Gelb

P1380970 P1380990P1390027 P1390387P1380997

Zufahrt zum Mount Cook – der Berg in dichten Wolken

Bild 1: Europäische Kiefern-Wälder überziehen seit ein paar Jahrzehnten die Landschaft immer mehr, und man empfindet sie als Plage. Sie sind fremd hier

Bild 2 Lake Púkaki und Mount Cook in Wolken

Bilder 3-5 Der See in seinem türkisen Farbspiel

Kein Wunder deshalb, dass bei meiner ersten „Besichtigung“ des Schauplatzes ein Sturm losgebrochen ist, als wäre man in der Hölle gelandet… Vorne aber, beim Blick hinaus aus dem schwarzen Hooker-Valley stand der Regenbogen, und ich wusste, dass selbst in dieser Lage alles geführt und beschützt ist.

 P1390380 P1390362 P1390352 P1390360

In der darauffolgenden Nacht gab es im Ort Twizel zweimal einen Feuer-Alarm. Die Sirene hinter der Unterkunft hat uns um Mitternacht und um drei Uhr früh aus dem Schlaf gerissen… während ich gerade ein paar Stunden vorher an der Feuerkraft des Berges gearbeitet hatte.

Am nächsten Morgen ging es dann durch dichten Nebel (symbolisch für den Nebel, in dem wir uns gerade befinden) noch einmal zum Aoraki/MtCook. Auf dem Weg zeigte er seinen Gipfel für kurze und gab mir damit die Botschaft, nun meine Arbeit zu vervollständigen. Im Mount Cook Nationalpark angekommen gab es dann ein Wolkenspiel, welches anzeigt, dass nun andere Kräfte wieder diesen Platz übernommen haben… Und immer wieder versuchte der Berg später, seinen Gipfel ein klein wenig zu zeigen.

P1390438 P1390440P1390449 P1390457P1390465 P1390494P1390548

Die Fahrt auf dem Eissee des Tasman-Gletschers war dann noch ein Höhepunkt zum Abschied: die blauen Formationen der gerade frisch abgebrochenen Gletscherteile (sie sind am nächsten Tag bereits weiss), das Donnern von neuen Eisbergen in den See hinein und das Wolken-Gipfel-Spiel mit Regenbogen und Regen bleiben eine unvergessliche Erfahrung. Der Berg und seine Kraft waren nun frei für das Finale…

P1400017 P1390869P1390911 P1390850P1390885 P1390968P1390848 P1390795

Gletschersee, Eisberge, Einschlüsse im Eis… und schliesslich noch der Wal im Eis!

P1400106 P1400155

P1400124

Noch einmal gab der Berg alles, um seinen Gipfel zu zeigen… während ich mit Sir Edmund Hillary, dem die Erstbesteigung des Mount Everest gelungen ist, hinüber blickte zum Gipfel, um sein Geheimnis zu ehren…

P1400177

… und Abschied zu nehmen

Blick in das Besucher-Zentrum des Aoraki/MtCook National Parks

[1] Twizel ist eine kleine Stadt – eigentlich ein Dorf – die man in den 60er-Jahren angelegt hat, um in dieser Gegend einige Wasserkraftwerke zu errichten. Man wollte sie nach 20 Jahren wieder auflösen. Doch die Leute waren dagegen… und heute ist es vor allem ein Stützpunkt für Touristen (auch viele einheimische), die zum Mount Cook fahren wollen