Gutshöfe…

Clarendon

Noch einmal machte ich einen Ausflug mit der Zahnärztin aus Wien, und er gab mir einen guten Einblick in das Tun jener Menschen, die nach den langen Sträflingszeiten, die dem Land einen sehr negativen Ruf verpasst haben, von der Regierung beauftragt waren, diese belastende Geschichte auszugleichen und den Sträflingen Arbeit zu geben und sie gut zu behandeln. Es ist zwar eine eher seltene Geschichte, aber dennoch hat sie stattgefunden. Es gibt ein paar dieser sogenannten Heritage-Plätze. Jener, den wir besucht haben, liegt in der Nähe des heutigen Flughafens von Launceston und hat den Namen Clarendon (bei Evandale).

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Soweit wir es in Erfahrung bringen konnten, war ein wohlhabender und sehr junger Mann in den 1830er-Jahren nach Tasmanien gekommen, um dort ein Anwesen auf den mehreren tausend Hektar Land zu errichten, das er von der Regierung zugesprochen bekommen hat. Sein Name war James Cox und es gibt Dokumente von seinen Töchtern, die ihre jungen Jahre auf diesem Gut als sehr glücklich beschreiben. Man sagt auch, dass er die Sträflinge und Angestellten recht gut behandelt hat.

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  Stallungen, Fuhrpark und landwirtschaftliche Geräte…

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Das Gebäude, in dem die Sträflinge untergebracht waren – mit recht passablen Wohnungen

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Wäscherei, Bäckerei und diverse Handwerksräume zeugen von einer recht guten Selbstversorgung…

Am Vortag gab es in der nahen Kleinstadt Evandale ein spezielles Rennen, nämlich mit Hochrädern… und deshalb waren an diesem Sonntag noch sehr viele von ihnen unterwegs. Sie fahren auf den Strassen, wie man bei uns mit normalen Fahrrädern fährt.

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