Schnabeltiere und Seepferdchen

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Ganz im Norden an diesem Tamar River gibt es ein Zentrum für Schnabeltiere und Seepferdchen. Erstere gibt es nur hier in Tasmanien, doch auch sie sind – wie die tasmanischen Teufel – beinahe am Aussterben.

Am Dienstag dieser Woche bin ich mit dem Linienbus dorthin gefahren, etwa 50 Kilometer weit in den Ort Beauty Point… und ich war zunächst ziemlich schockiert über die Betonblocks, in denen diese kostbaren Tiere hausen müssen.

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Blick vom Bus auf das Tamar-Tal, das auch eine sehr berühmte Weingegend ist

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Der Betonbau für Seepferdchen und Schnabeltiere… und die Umgebung mit Schwerindustrie, sodass die Flüsse grossteils eigentlich vergiftet sind. Unten der Ort Beauty Point…

Für viel Geld wird man dann durch zwei relative kurze Touren geschleust, und dann ist man wieder draussen – und zwar jeweils in einem Shop, wo man Souveniere made in China kaufen kann.

Es wurde uns erzählt, dass man die Schnabeltiere (Englisch: Platypus) zu züchten versuche, dass es aber nicht gelinge. Nun, die Natur lässt sich eben nicht ständig dreinpfuschen und ich kann es nachfühlen, dass die Tiere es in dieser künstlichen Welt verweigern, sich fortzupflanzen. Ihr Blick ist traurig, ihre Bewegungen sind wie die von einem Wesen, das sein Leben aufgegeben hat.

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  Die Tiere heissen: Dusk, Freya, Thor und der letzte ist Jupiter. Er haust alleine, da Männchen sich im Revier gegenseitig bekämpfen würden

Schnabeltiere sind sehr interessante Tiere und sie sind sehr scheu. Hier aber müssen sie sich ständig den Blicken der Besucher aussetzen, die dann noch extra ermuntert werden, zum Fotografieren einen Blitz zu verwenden.

Sie sind nacht-aktive und können bis zu 1o Minuten unter Wasser verharren, machen Bauten neben Flüssen, legen Eier, haben einen Schnabel wie Enten und Schwimmen wie Biber. Die Europäer waren sehr erstaunt, als sie zum ersten Mal ein solches Tier sahen.

Die männlichen Tiere aber haben einen Stachel im Hinterlauf, und es wird gesagt, dass man durch einen solchen Stich monatelang schwer krank sein kann. Es sei deshalb auch nur den Aborigine erlaubt, ein Schnabeltier aufzuheben, denn sie kennen die Technik dafür.

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Und dann sie da die Echidnas, von denen ich schon früher berichtet habe. Sie sind verwandt mit den Schnabeltieren. Beim Fressen schneel ihre lange dünne Zunge hervor , wie man es auf dem ersten Bild ein wenig sehen kann. Ansonsten ist ihre Behausung in diesem Gebäude einfach unwürdig…

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Und dann waren da noch die Seepferdchen, von denen es im Tasmanischen Meer ungefähr 35 verschiedene Arten gibt. Sie sind die einzige Spezies, bei denen die Männchen schwanger sind. Wenn das Weibchen einen Bauch voll Eier produziert hat, übergibt sie diese Eier dem Männchen in einen Bauchbeutel zum Austragen.

Ansonsten züchtet man hier Millionen von Tiere für die Chinesische Medizin-Industrie

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 Dann gab es da noch Meeresdrachen zu sehen… Ich habe gar nicht gewusst, dass es solche gibt. Sehr spannende Tiere, auch wie sie sich im Wasser bewegen…

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Und natürlich gab es auch Haie und andere exotische Fische sowie einen grossen Octopus…

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