Känguru-Sprung

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Die letzten Tage in Malaysia waren intensiv und oft so, als ob die Zeit stehen geblieben wäre. Freilich war auch die Arbeit, die ich zu machen hatte, vollkommenes Neuland… und es war, als würde ich ständig in eine grosse Leere oder in das Nichts hineingreifen, wo es weder Wegweiser noch Anhaltspunkte gab. Das brauchte viel Geduld und ein grosses Durchhaltevermögen.

Erst in den letzten Tagen entdeckte ich, dass Anlagen, wie z.B. mein kleines Hotel und ein Restaurant in der Nähe, die durch Sauberkeit hervorstechen, ebenfalls durch eine Grossmacht betrieben werden, nämlich von Scientology. Das ist spannend und ernüchternd zugleich. Rundherum ist die Umgebung schmutzig und verarmt, und dann ragen da ein paar Einrichtungen für Touristen heraus. Und das Verhalten der Angestellten dort ist auch ganz anders als beim anderen Teil der Bevölkerung.

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Das ist das besagte Restaurant…

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Der König von Malaysia wird alle 5 Jahre neu gewählt und kommt immer aus einem anderen Distrikt

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Fahrt zum Flughafen und Flughafenhalle von Kuala Lumpur

Am achten Jänner ging es nachts dann weiter von Kuala Lumpur nach Melbourne – ein etwa achtstündiger Flug, der insgesamt recht anstrengend war. Es waren nicht die vielen Malaysier und Asiaten im Flugzeug, sondern es waren die Australier, die immer wieder unangenehm auffielen und die Stewardessen ständig auf Trab hielten.

* * *

In Melbourne traf ich dann eine Freundin aus Österreich, die aus Melbourne stammt und zufällig jetzt auch hier ist. Das war wunderbar, denn auf diese Weise konnte ich das Land gleich ein wenig tiefgehender kennenlernen… und die Menschen, die Tiere, die Landschaft. Wir sahen Kängurus und Koalas, Dingos, Emus und viele Vogelarten, die es bei uns nicht gibt.

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Wir schwammen im Yarra-Fluss, was bei den bestehenden Temperaturen von weit über dreissig Grad am ersten Abend wirklich sehr angenehm war. Und es kühlte nachts eigentlich immer ziemlich ab. In dieser Woche sollten die Temperaturen am gesamten Kontinent auf weit über vierzig Grad ansteigen.

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Die Freundin musste zu einer Galerie, um dort ihre Skulpturen auszustellen, und so fuhren wir über die pfeilgeraden Highways weit hinein ins Land.

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Dennoch waren diese drei Tage für uns beide auch sehr herausfordernd, weil wir beide weiterreisen sollten… Ich musste nun endgültig die Richtung meiner Reise bestimmen. In Melbourne zu bleiben war ausgeschlossen, denn zum einen sind Städte für mich nichts von grossem Interesse. Andererseits befindet sich gerade alles auf Hochpreis-Ebene. Selbst die Australier sagten immer wieder, sie fänden die Preise schockierend. Die Chinesen würden überall alles aufkaufen…

Also entschied ich mich zunächst für Tasmanien, das sowieso ein wichtiger Punkt auf dieser Reise sein sollte. Das Thema mit den enormen Preisen war hier jedoch keineswegs anders, und so habe ich momentan einen einfachen „Überlebensmodus“ eingeschaltet…

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