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Stürmischer Abschied

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Ein Bericht von der Westküste sollte noch kommen, bevor ich dann Montag früh die lange Reise hinüber nach Christchurch antrete. Doch es wird nur ein kurzer Bericht sein, da wir nach mehr als zwei Tagen gerade erst Strom und Internet zurück haben und langsam erahnen können, welche Spur der Verwüstung der Zyklon (kommend von Australien) gezogen hat, der am Donnerstag hier an der Westküste aufgetroffen ist und dann die Südinsel mit Sturm- und Regenböen überzogen hat...

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Karamea

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Das keltische Frühlingsfest, das vom Christentum dann zeitlich auf den Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond verschoben und Ostern genannt wurde… wirkt hier recht eigenartig, mitten im Herbst und in einer Zeit, in der das (äussere) Leben nicht hervorspriesst, sondern sich langsam zurückzieht und zur Ruhe gelangt.

Dennoch ist der sogenannte „Good Friday“ (der Karfreitag) hier ein staatlicher Feiertag, ebenso wie der Ostermontag. Kurz danach, nämlich am 25.April, gibt es einen weiteren Feiertag, den sogen. Anzac-Day...

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Westküste

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Die Reise von der Ost- zur Westküste (noch immer auf der Südinsel) hat fast einen ganzen Tag lang gedauert. Zuerst ging es mit Bussen aus Christchurch hinaus Richtung Norden und dann weiter mit dem Auto und mit Freunden, die ich an diesem Tag eigentlich erst wirklich kennen gelernt habe (die Verbindung läuft da über meine Freunde in Vancouver).

Wir fuhren hinauf über Berge über die Pass-Strassen des Lewis-Passes und wieder hinunter, vorbei an riesigen grünen und saftig aussehenden Rinderherden...

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Beben und Aufbrüche…

SunHalo

Mit heute haben wir hier in Neuseeland die Sommerzeit zurückgestellt. Es ist Herbst, und nachmittags ist es immer noch relativ warm. Bis heute auch habe ich jenes Haus bewohnt, von dem ich letztes Mal berichtet habe. Nachdem ich es eine Woche lang gereinigt habe (es ist oft erstaunlich, wie Leute eingedeckt mit Staub und Spinnennetzen und Sonstigen leben können)… habe ich es nun verlassen, da der Besitzer es sich überlegt hat und früher zurück kommt. Jetzt bin ich an einem Platz, genannt “Last Resort” in einem winzigen Zimmer...

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Kiwi-Land

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Ein erstes Hello aus Neusseeland…

Samstag gegen Mitternacht bin ich hier in Christchurch auf der Südinsel von Neuseeland gelandet. An Land gegangen sind wir dann allerdings bereits am Sonntag. Die Nacht hat die Stadt eingehüllt und von oben betrachtet war sie wie ein schimmernder Kristall am Meer.

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Ein kleiner Vorgeschmack auf “Mittelerde” ist hier bereits zu spüren,

wie es aus den Hobbit- und Herr-der-Ringe-Filme bekannt geworden ist…

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Das Meer donnert herein – man kann es auch noch in einigen Kilometern Entfernung hören

Als ich mich dann am nächsten Tag von einem Vorort aus Richtung S...

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Herbst…

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Morgen, Montag, ist Feiertag in Australien – nämlich Labour Day, der Tag der Arbeit. Jeder Bundesstaat scheint verschiedene Gründe zum Feiern zu haben. Hier in Tasmanien jedenfalls feiert man den 8-Stunden-Arbeitstag. Nun, wenn die Menschheit nichts Wichtigeres mehr zum Feiern hat…

 Der 1.März gilt hier als der mehr oder weniger offizielle Herbst-Beginn… und tatsächlich ist es – zumindest hier in Tasmanien in letzter Zeit um einiges kühler geworden. Ob das wohl auch mit der Wahl in einer Woche zusammenhängt, bleibt noch offen. Die Schlammschlacht geht jedoch unverhohlen weiter.

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Ein...

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Traumzeit

DreamTime

Am Tag nach diesem letzten Ausflug sollte ich meinen Flug nach Melbourne machen, doch schon in den Tagen davor ging mein Traum von einer „Reise in die Traumzeit“ ganz plötzlich zu Ende.

Es war eine dreiwöchige Zugfahrt geplant – mit Weiterreise nach Neuseeland – auf der ich jetzt gerade unterwegs wäre… wenn da nicht ein paar gröbere Probleme mit der hiesigen Zugesellschaft gewesen wären, die augenscheinlich nur Goldkarten-Zahler bedienen will und ansonsten weder Fahrpläne bestätigt, noch Sitzplätze zur Verfügung stellt, wenn es ihr gerade einfällt… Wollte sie mir doch wirklich weismachen,...

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Gutshöfe…

Clarendon

Noch einmal machte ich einen Ausflug mit der Zahnärztin aus Wien, und er gab mir einen guten Einblick in das Tun jener Menschen, die nach den langen Sträflingszeiten, die dem Land einen sehr negativen Ruf verpasst haben, von der Regierung beauftragt waren, diese belastende Geschichte auszugleichen und den Sträflingen Arbeit zu geben und sie gut zu behandeln. Es ist zwar eine eher seltene Geschichte, aber dennoch hat sie stattgefunden. Es gibt ein paar dieser sogenannten Heritage-Plätze...

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Feuer-Bucht

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Die zweite Tour ging zur sogenannten Bay of Fires, die um einiges weiter nördlich liegt, als der Freycinet-Nationalpark. Auf der Fahrt dorthin gab es einen kleinen Bush-Walk in den geheimnisvollen Myrthen-Regenwald, den es nur mehr hier zu geben scheint…

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Auf der Fahrt zur Feuerbucht…

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Der zauberhafte Regenwald

Dieses Mal war ich wild entschlossen, den ersten Strand für einen Sprung ins Wasser zu nutzen – und möge er auch noch so kurz sein. Es war zwar wieder sehr kühl, aber dennoch herrlich, für etwa zwei Minuten dieses kristallklare Wasser auch zu spüren.

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Diese fast 30 Kilo...

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Schlafende Götter…

WineglassBay

Zwei Touren hatte ich noch geplant, bevor es dann weiter gehen sollte – zurück auf den Kontinent Australien, um dort in die Traumzeit einzutauchen. Beide Touren gingen an die Ostküste mit ihren weissen Marmor-Sandstränden und ihrem oft türkisen Ozean.

Da war zunächst Freycinet Island mit einem Nationalpark. Wir durchquerten auf der Fahrt hinüber die östliche Tiefebene mit ihren braunen, vertrockneten Böden und waren immer wieder auf den sogenannten Convict-Trails, den Sträflingspfaden, unterwegs.

Eigentlich ist man mit den Sträflingsgeschichten hier ständig konfrontiert… Man möchte ...

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Schnabeltiere und Seepferdchen

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Ganz im Norden an diesem Tamar River gibt es ein Zentrum für Schnabeltiere und Seepferdchen. Erstere gibt es nur hier in Tasmanien, doch auch sie sind – wie die tasmanischen Teufel – beinahe am Aussterben.

Am Dienstag dieser Woche bin ich mit dem Linienbus dorthin gefahren, etwa 50 Kilometer weit in den Ort Beauty Point… und ich war zunächst ziemlich schockiert über die Betonblocks, in denen diese kostbaren Tiere hausen müssen.

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Blick vom Bus auf das Tamar-Tal, das auch eine sehr berühmte Weingegend ist

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Der Betonbau für Seepferdchen und Schnabeltiere… und die Umgebung mit Schwerindus...

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Tasmaniens Schweiz

Grindelwald

Vorige Woche habe ich eine Wienerin getroffen, die hier Zahnärztin ist. Und wir haben einen kleinen Ausflug gemacht ein Stück weit entlang des Tamar-Flusses oben auf den Hügel und da war plötzlich die Schweiz ganz nahe… wenn da nicht das Känguru gewesen wäre.

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Grindelwald ist ein Modelldorf, das einst von einem wohlhabenden Holländer entworfen und gebaut wurde. Es besteht eigentlich aus Geschäften und Restaurants, und Touristen machen Touren dort hin.

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Auch in der Umgebung gibt es einige postkarten-schöne Plätze und Dörfer für pensionierte Menschen, die zu einem Grossteil aber leer...

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Hauptstadt…

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Vergangene Woche wollte ich dann Richtung Süden fahren – in die Hauptstadt Hobart und weiter nach Port Arthur, wo eines der Haupt-Sträflingslager war. Es ist der Platz, der heute als Weltkulturerbe geführt wird und dem meine ersten zwei Wochen in diesem Land gewidmet waren.

Doch es war keine Chance, eine solche Fahrt zu organisieren. Wenn man nämlich keine Pakete vorbucht, ist man hier oft wie verlassen: es sind Tage, die ich damit verbringe, um herauszufinden, wie ich eine Reise zusammenstellen kann… nur um dann zu hören, dass es so nicht geht.

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Auf der Fahrt nach Hobart…

Schliessli...

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Ahnen im Fels

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Die sogenannte Cataract-Gorge ist der Nah-Erholungsraum der Städter hier… Der Hauptweg hinein ist geteert, viele Plätze sind völlig vermüllt und der Fluss ist oft wie eine Kloake. Auf dem Höhenweg gibt es hin und wieder aber auch ruhige Momente…

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Und dann sind da diese uralten Felsen, die wie die Ahnen dieses Landes dastehen und warten … und sprechen … wenn sie jemand hören kann

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Ab in den Osten…

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Am Montag vor einer Woche ging es mit dem Bus von Ulverstone 120 Kilometer ostwärts in die zweitgrösste Stadt Tasmaniens, nämlich Launceston. Sie liegt am Tamar-Fluss und hat etwa 60.000 Einwohner.

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Auf der Fahrt von Ulverstone nach Launceston… (Fotos sind oft nicht ganz klar, weil durch ein Busfenster fotografiert)

Die Veränderung war radikal, was sich nicht nur dadurch bemerkbar gemacht hat, dass ich beinahe in irgend einem Park übernachten hätte müssen, weil die Buchung nicht funktioniert hat…

Vielmehr aber war es die Qualität des Lebens, und die Tatsache, dass sich plötzlich ...

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